Beitragsbild: mit KI erstellt
Die Empanada hat ihre Wurzeln auf der iberischen Halbinsel. Der Name geht auf das spanische Verb „empanar“ zurück, was so viel wie „in Teig einschlagen“ bedeutet – eine Technik, die Lebensmittel haltbarer und leichter transportierbar machte.
Frühe Belege in Spanien
Eines der ältesten bildlichen Zeugnisse findet sich als Reliefdarstellung am Pórtico de la Gloria der Kathedrale von Santiago de Compostela aus dem 12. Jahrhundert, die mit der Pilgertradition des Jakobswegs in Verbindung gebracht wird. Die erste bekannte schriftliche Erwähnung des Begriffs „empanada“ stammt aus einem katalanischen Kochbuch von 1520, das unter anderem eine Anleitung für mit Fisch gefüllte Teigtaschen enthält.
Gefüllte, in Teig gebackene oder frittierte Speisen sind auch aus der Küche des Nahen Ostens und Zentralasiens bekannt und gelangten über die maurische Präsenz auf der iberischen Halbinsel dorthin – ein möglicher Einfluss auf die spätere spanische Empanada. Besonders verbreitet war und ist die Empanada in Galicien im Nordwesten Spaniens, wo sie traditionell aus Hefeteig gebacken und mit Meeresfrüchten, Fleisch oder einer Paprika-Zwiebel-Mischung gefüllt wird.

Verbreitung nach Lateinamerika
Mit der spanischen Kolonisierung ab dem 16. Jahrhundert gelangte die Empanada nach Lateinamerika. Dort wurde sie mit lokalen Zutaten wie Mais, Kartoffeln, Chilis und Rindfleisch kombiniert und in jedem Land unterschiedlich weiterentwickelt.
- In Kolumbien wird häufig ein Maismehlteig verwendet, gefüllt mit Kartoffeln und Fleisch.
- In Chile ist die Empanada de pino mit Rindfleisch, Ei, Olive und Rosine verbreitet, meist gebacken.
- In Argentinien variiert die Füllung stark je nach Region, gebacken oder frittiert.
| Land | Verbreitete Füllung | Typisches Gewürz |
|---|---|---|
| Argentinien | Rindfleisch, Oliven, Ei | Kreuzkümmel |
| Chile | Rindfleisch, Ei, Olive | Kreuzkümmel, Oregano |
| Spanien (Galicien) | Thunfisch, Paprika | Safran, Paprikapulver |
Heute ist die Empanada in praktisch jedem spanischsprachigen Land Teil der Alltagsküche und wird auch außerhalb davon zunehmend bekannt, etwa als Streetfood in größeren europäischen Städten. Wer die argentinische Variante ausprobieren möchte, findet sie bei den traditionellen Empanadas Argentinas, die kolumbianische bei den Empanadas Colombianas und die chilenische bei den Empanadas Chilenas. Ein Grundrezept für den Teig steht bei den Empanada-Teig-Grundlagen.
Weiterführende Quellen
- Empanada (Wikipedia)
- Empanadas – Hintergrund und Rezepte (Southtraveler)
- Geschichte der Empanada (La Posta Food)
Häufig gestellte Fragen
Woher stammt der Name „Empanada“?
Er leitet sich vom spanischen Verb „empanar“ ab, was „in Teig einschlagen“ bedeutet – eine Zubereitungsart, die Speisen haltbarer machte.
Wann wurde die Empanada zum ersten Mal schriftlich erwähnt?
In einem katalanischen Kochbuch aus dem Jahr 1520. Bildliche Hinweise, etwa am Pórtico de la Gloria in Santiago de Compostela, sind älter und stammen aus dem 12. Jahrhundert.
Wie kam die Empanada nach Lateinamerika?
Durch die spanische Kolonisierung ab dem 16. Jahrhundert. Vor Ort wurde sie mit einheimischen Zutaten wie Mais, Kartoffeln und Chilis kombiniert.
Gibt es die Empanada nur in Spanien und Lateinamerika?
Sie ist dort am weitesten verbreitet, findet sich aber inzwischen auch als Streetfood oder Restaurantgericht in vielen anderen Ländern.











